Heizungstausch macht Tempo

Alle Infos zu Fördermöglichkeiten und Fördersätzen geben wir hier nach sorgfältiger Recherche weiter. Wir haften jedoch nicht für fehlerhafte Angaben auf dieser Website. Prüfen Sie daher die Aktualität direkt bei den Fördergebern.

Wichtiger Hinweis: Ende September 2026 hat die DUH Klage bezüglich des aktuell gültigen GModG eingereicht. Inwieweit davon Bedingungen der Heizungssanierung und damit auch der Heizungsförderung betroffen sind, ist unklar. Ebenso ist also unklar, was mit bereits seit dem 21.07.26 beantragten oder zugesagten Mitteln oder bereits umgesetzten Sanierungen nach dem GMODG passieren würde, sollte das Gesetz bzw. einzelne Änderungen, etwa zur Heizungssanierung, zur „Biotreppe“ oder zum Kostenschutz für Mieter, zurückgenommen oder nachgebessert werden müssen.

Die seit 21. Juli 2026 geltenden Förderbedingungen bezüglich Heizungsanierungen und Heizungstausch setzen auf Schnelligkeit. Aktuell gilt: Wer früher handelt, soll volles Fördergeld erhalten. Bereits zu Februar 2027 soll der Förderanteil nach und nach abschmelzen und damit der Eigenanteil an den Sanierungskosten steigt.

Leistungen von Energieberatern werden weiterhin von der KfW gefördert. 

Bei der KfW gelten – vorbehaltlich von noch zu entscheidenden Klagen wie etwa die der DUH gegen das GModG – seit dem 21. Juli 2026 neue Konditionen für die Heizungs-Sanierungsförderung der KfW im Rahmen der BEG Einzelmaßnahmen.

Folgende Förderbestandteile lassen sich nach den Vorgaben der BEG Einzelmaßnahmen aktuell kombinieren:

      • 30 Prozent Grundförderung: Diese sollen alle erhalten, die ihre alte fossil betriebene Heizung gegen eine energieeffizientere Heiztechnologie wie eine Wärmepumpe tauschen. Nicht förderbar sei der Tausch einer älteren regenerativen Technologien durch eine neuere (bedeutet: Leider würde der Tausch einer alten Wärmepumpe gegen eine zeitgemäßere bzw. effizientere nach derzeit geltenden Bedingungen nicht gefördert).

      • 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus: Soll bekommen, wer eine mindestens 20 Jahre alte Öl-, Kohle-, Nachtspeicher- oder Gasheizung austauscht. Achtung: Dieser Bonus soll bereits erstmals ab dem 1. Februar 2027 und dann weiter halbjährlich um 4 Prozentpunkte sinken (bedeutsam ist das Datum der erfolgreichen Antragstellung).

      • Bis zu 40 Prozent Einkommensbonus: Für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer soll es diesen Bonus geben, gestaffelt nach dem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen: 40 Prozent bis 30.000 Euro Jahreseinkommen, 30 Prozent bis 40.000 Euro, 10 Prozent bis 50.000 Euro. Lebt mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt, würde sich die Bemessungsgrenze einmalig um einen Familienzuschlag von 10.000 Euro erhöhen.

    Wichtig zu wissen:
    Grund- und Bonusförderung wären nach gegenwärtigen Förderbedingungen auf 70 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten gedeckelt.
    Selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 40.000 Euro (inklusive Familienzuschlag, sonst 30.000 Euro) könnten jedoch bis zu 80 Prozent erhalten.
    Der Förderhöchstbetrag läge bei 28.000 Euro Sanierungskosten für die erste Wohneinheit.
    Ebenfalls ab dem 1. Februar 2027 soll dieser Höchstbetrag halbjährlich um 750 Euro sinken.

    Früh handeln könnte sich – nach den gegenwärtig geltenden Bedingungen – wohl doppelt lohnen!

    Wertschöpfungsbonus ab 2027

    Im ersten Quartal 2027 soll noch ein zusätzlicher Förderbaustein starten: Wärmepumpen, die innerhalb Europas gefertigt wurden, erhielten dann einen Wertschöpfungsbonus von 15 Prozent. Für Geräte aus einer Fertigung außerhalb Europas würde die Grundförderung (s.o.: 30 Prozent) im Gegenzug auf 15 Prozent sinken. Bedeutet: Wer ein gelistetes Europa-Gerät anschafft, würde demnach die volle Förderung erhalten.
    Den bisherigen Effizienzbonus und den Emissionsminderungszuschlag gibt es nach derzeitiger Förderregelung nicht mehr.

    Förderung der energetischen Beratung zur Heizungssanierung

    Die energetische Begleitung des KfW-Heizungstausches durch einen unabhängigen Energieberater wird derzeit im Rahmen der Förderkonditionen mitgefördert (und nicht mehr separat zu 50 Prozent wie bisher). Eine energetische Beratung und Berechnung der Heizungssanierung durch einen unabhängigen Energieberater ist nach neuer Gesetzesregelung nicht mehr zwingend nötig.
    Die Beratung inklusive z. B. Heizlastberechnungen sowie die für die Antragstellung bei der KfW weiterhin nötige „BzA – Bestätigung zum Antrag“ darf nach derzeitiger Regelung z.B. auch der ausführende Heizungsbauer erledigen.

    Leistungen von Energieberatern im Rahmen der Heizungssanierung müssen aktuell, um von der KfW gefördert zu werden, nun in den (jetzt auf insgesamt 28.000 Euro verringerten und künftig weiter abschmelzenden) Gesamtkosten des Heizungstausches enthalten sein.
    Im Gegensatz dazu werden die Beratungsleistungen im Rahmen der energetischen Baubegleitung für BEG Einzelmaßnahmen zur Gebäudehülle und Heizungsoptimierung unverändert vom Bafa mit 50 Prozent der Beratungskosten bezuschusst. 

    Falls Sie das betreffende Objekt selbst nutzen, können Sie alternativ zu den Förderungen ggf. einen Teil der Kosten der Beratung im Rahmen Ihrer persönlichen Einkommensteuererklärung geltend machen. Befragen Sie hierzu unbedingt Ihren Steuerberater.

    Diese aktuell gültigen Konditionen der Heizungsförderung – vorbehaltlich der anhängigen Klagen gegen das aktuell geltende GModG – finden Sie auf der Website der KfW.